Gegen Demo-Ausschlüsse, für Internationalismus und Antifaschismus

Als klassenkämpferisches und revolutionäres Bündnis solidarisieren wir uns mit allen Gruppen des geleakten DGB-Protokolls und verurteilen den DGB für seine politische Arbeit gegenüber dem Internationalismus und Antifaschismus!

In einem internen Schriftstück will der DGB revolutionäre und palästinasolidarische Gruppen von seiner Demonstration ausschließen. Mehr noch: sie unterteilen Gruppen und Organisationen in „höchstproblematisch“ und „problematisch“, welche aktiv an der revolutionären 1. Mai Demonstration mitwirken. Außerdem wird internationalistischen, also palästinasolidarischen, Positionen und Kritik am DGB mit dem Ausschluss gedroht. Das ist Staatsräson und Klassenpolitik von oben – schwarz auf weiß.

In Zeiten von Krieg und Krise – also den offenen Angriffen auf die Arbeiter:innenklasse seitens des Kapitals und Politiker:innen, sowie des Erstarkens des Faschismus – muss linke Politik die Wurzel des Problems angreifen und darf nicht bei Sozialpartnerschaft stehen bleiben. Im Gegenteil: offensive Anweisungen der Ordner:innen Menschen von der Demonstration zu entfernen, die den Genozid am palästinensisch Volk verurteilen, Klassenstandpunkte von Unten offen vertreten und dabei einen Schritt weiter gehen, als mit dem Kapital an einem runden Tisch zu sitzen, gilt es entgegenzutreten.

Sie wollen nicht als „Vertreter des Klassenstaates“ benannt werden, ihre Handlungen sprechen dabei offensichtlich eine andere Sprache und untergraben dabei auch die Ernsthaftigkeit ihrer antifaschistischen Politik. Eine Anwendung des Hufeisenprinzips widerspricht allen Schulungen, Seminaren und antifaschistischen Demonstrationsaufrufen der Gewerkschaften.

Wir verstehen den Ausschluss als Vorläufer eines Unvereinbarkeitsbeschlusses, welcher sich über die Leipziger Stadtgrenzen hinaus ausbreiten kann. Dies gilt es jetzt zu verhindern.

Wir reichen allen ehrlichen und palästina-solidarischen Gewerkschafter:innen die Hand und verachten die Bonzen in den oberen Gewerkschaftsetagen!

Das geleakte interne Schreiben zur 1.Mai Demo des DGB

Parkfest 2026

Am 25.04. findet das revolutionäre Parkfest im Rabet im Rahmen des 1. Mais statt. Neben verschiedenen Musikacts, wird es Essen, Sportangebote und Infostände geben. Auch Kinderbetreuung wird während des ganzen Parkfestes angeboten.

Außerdem wollen wir zusammen durch ein Podiumsgespräch über aktuelle soziale Kürzungen und fehlende Angebote im Stadtteil sprechen.
Kommt vorbei, wir freuen uns!

Otopark

Karam & Lilliow

Red in the Rainbow

Termo

Kostja

Tancred

RZ Rap

Heraus zum 1. Mai 2026

Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass wir mit Nachrichten über Zerstörung, Tod und Elend überhäuft werden. Die Kriege toben weltweit, der deutsche Staat will wieder zur „Führungsmacht“ in Europa werden und ist mittlerweile viertgrößter Waffenexporteur auf der Welt. Doch die ganze Kriegstreiberei ist nicht umsonst: Milliarden werden in die Bundeswehr und die Aufrüstung gesteckt – und im Sozialen, in der Bildung und in der Gesundheit wird fleißig gekürzt.

Dabei sind wir es, die den gesamten Reichtum der Gesellschaft erarbeiten, welcher dann in den Taschen der Bonzen und vom Staat landet. Als Dankeschön überlegt der Kanzler, den hart erkämpften Achtstundentag zu streichen und uns die Rente zu klauen.

So oder so sind es wir Arbeiter:innen, die den Preis für ihre Kriege zahlen. Die Jugend soll für die Profite von Rheinmetall und Co. an die Front und Frauen dürfen sich entscheiden, ob sie im Heer oder vor dem Herd für das deutsche Kapital schuften wollen.

Und auch im Inneren bekommen wir die Militarisierung zu spüren: Abbau von demokratischen Grundrechten, schärfere Polizei- und Versammlungsgesetze und ein extremer Rechtsruck mit Wahlerfolgen der faschistischen AfD. Gleichzeitig nimmt die Repression gegen revolutionäre und antifaschistische Kräfte zu – und auch Kriegsfeinde sind betroffen, wie die Kündigung des Leipziger DHL-Mitarbeiters Christopher zeigt.

Doch wir müssen nicht tatenlos dabei zusehen, wie es an allen Ecken und Enden brennt. Zehntausende Schüler:innen gehen gegen den Wehrdienst in den Schulstreik und auch die revolutionären 1. Mai-Demos in Deutschland wachsen von Jahr zu Jahr. Wir müssen erkennen: Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte.

Wir müssen für eine Gesellschaft kämpfen, in der wir nicht für den Reichtum einiger weniger jeden Tag auf Arbeit gehen, sondern für die Bedürfnisse aller. Eine Gesellschaft, jenseits von kapitalistischer Konkurrenz und patriarchaler Gewalt. Eine Gesellschaft im Sozialismus – für eine Zukunft, für die es sich wirklich lohnt, zu kämpfen.

So eine Gesellschaft ist keine Utopie. Sie wird möglich, wenn wir uns überall dort zusammenschließen, wo wir zusammenkommen und leben. Sei es im Betrieb, in der Universität, an der Schule oder in der Nachbarschaft. Denn wir halten dieses System am Laufen – also können auch nur wir es verändern!

Der 1. Mai ist dabei unser Kampftag: Der Kampftag der Arbeiter:innenklasse. 2026 begehen wir den Revolutionären 1. Mai in Leipzig schon zum 5. Mal. Zwar hat die Polizei im letzten Jahr versucht, unsere Demo anzugreifen und unseren Protest kleinzuhalten. Doch wir werden auch dieses Jahr wieder mit Tausenden auf der Straße sein!

Dieses System der Superreichen hat uns nur Krieg und Krise zu bieten. Also erklären wir ihnen den Krieg! Kämpfen wir für unsere Zukunft! Heraus zum revolutionären 1. Mai!

Demo: 01.05.2026, 15 Uhr, Südplatz
Parkfest: 25.04.2026, 14–21 Uhr, Rabet